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Das Trollkirschenfest
Buchtipp "Das Trollkirschenfest"
Damit ihr schon mal einen ersten Eindruck bekommt, gibt es hier für euch eine kleine Zusammenfassung und Leseprobe:

Im „Trollkirschenfest“ begegnen wir wieder unseren wohlbekannten Trollen aus Band 1, die zusammen mit Eber Eberhard und Uhu Hermann ein Fest für die Waldbewohner planen.
Viele weitere Freunde wollen sich zunächst an den Festvorbereitungen beteiligen, drücken sich dann jedoch mit müden Ausreden vor der Verantwortung und lassen ihre vier Freunde im Stich. Diese sind darüber zwar verärgert, wollen das Fest aber trotzdem stattfinden lassen. Da sie mit dieser großen Aufgabe jedoch heillos überfordert sind, kommt es schließlich zum Fiasko und das Fest droht ins Wasser zu fallen.
Eine Geschichte über Verantwortung, Enttäuschung und Wiedergutmachung

Leseprobe:
Der große Troll ließ sich derweil auf ein weiches Moospolster plumpsen und der ganz kleine Troll nahm versehentlich auf einem Ameisenhaufen Platz. Er merkte allerdings recht schnell, wo er sich da niedergelassen hatte, denn in seinem Fell begann es ganz ulkig zu kribbeln und zu krabbeln. Er entschuldigte sich bei den Ameisen dafür, ihr Zuhause beschädigt zu haben, was diese grummelnd zur Kenntnis nahmen, und setzte sich dann neben Hermann auf den Baumstamm. Eberhard jedoch war zu nervös, um ruhig auf einem Fleck zu verweilen. Fortwährend lief er auf und ab, beobachtete den Rand der Lichtung und hoffte, dort bald eine bekannte Gestalt zu entdecken. Doch es tat sich rein gar nichts. Niemand trat zwischen den Bäumen hervor. Inzwischen stand der Mond bereits drei Finger breit über den Tannenwipfeln und als er sogar noch höher gewandert war, entschieden sich Herrmann, der ganz kleine Troll, der große Troll und Eberhard, die Sitzung allein zu eröffnen.

Herrmann holte ein glattes Stück Birkenrinde hervor und balancierte vorsichtig sein Tintenfässchen auf den Knien. Dann erst bemerkte er, dass er seinen Füllfederhalter zu Hause vergessen hatte. Da von den anderen auch niemand daran gedacht hatte, ein Schreibgerät mitzubringen, blieb Herrmann nichts anderes übrig, als sich tapfer eine Schwanzfeder auszurupfen. Er kniff kurz die Augen zusammen, hielt die Luft an und – zing! – hielt er eine prächtige Feder in seinen Schwingen. Mit gewichtiger Miene tauchte er den Federkiel in das Tintenfass,
das Brombeersaft enthielt, und schrieb in schön geschwungener Handschrift „Protokoll“ oben auf das Rindenstück. Der ganz kleine Troll, der ihm dabei über die Schulter schaute, fragte, was das merkwürdige Wort „Protokoll“ denn bedeutete.
„Ein Protokoll, mein Lieber“, räusperte sich Hermann, „hält fest, was wir in unserer Besprechung sagen und vereinbaren. Hier wird später schwarz auf weiß zu lesen sein, wer auf dem Trollkirschenfest welche Aufgabe zu erledigen hat.“ Der ganz kleine Troll war tief beeindruckt von der Klugheit seines Freundes.

„Was du alles weißt“, meinte dann auch Eberhard ehrfürchtig und Hermann fühlte sich geschmeichelt.

„Also ich habe mir in den letzten Tagen ein paar Gedanken zu dem Fest gemacht“, rief der große Troll. „Der verlassene Fuchsbau hier am Rand der Lichtung würde sich sehr gut dazu eignen, unsere Getränke kühl zu halten.“
Hermann lobte seinen Einfall. „Ja, das halte ich hier doch gleich mal fest. Und was wollen wir zum Trinken anbieten?“
„Natürlich Trollkirschensaft“, meinte der große Troll. „Ich habe schon fleißig Kirschen gestampft und eine ansehnliche Menge Saft daraus gewonnen.“
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Garnni
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