REZEPT-ECKE - HoamatWelle

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REZEPT-ECKE

HOAMATWELLE
Markus Schwannberger
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Bärlauch – der wilde Bruder des Knoblauchs  

             
 Bärlauch ist ein pflanzlicher Jackpot: der scharfe, würzige Geschmack  von Knoblauch – und das ohne dass man sich anschließend Sorgen um  unangenehme Gerüche machen muss. Deshalb nennt man ihn auch den "wilden Bruder des Knoblauchs"  – mit dem er übrigens tatsächlich verwandt ist. Kein Wunder, dass  Bärlauch zu den beliebtesten Wildkräutern überhaupt zählt und seine  Erntezeit im Frühling – etwa von Anfang März bis Mitte Mai – immer mit  Freude erwartet wird. Immer mehr Menschen machen sich dann auf, um  selbst wilden Bärlauch zu sammeln und ihn in der Küche in köstliche  Pestos, Bärlauchbutter und Suppen zu verwandeln.
         

 Wundersames Heilkraut: So gesund ist Bärlauch  
             
 Auch das wundert nicht, wenn man sich die vielen gesundheitlichen  Vorteile des Bärlauchs (Allium ursinum) ansieht. Die verdankt das Kraut  vor allem dem Alliin, einer schwefelhaltigen Substanz,  die sich als natürliches Antibiotikum bewährt hat. Sie ist in der Lage,  Bakterien und Pilze abzutöten. Der Inhaltsstoff wird jedoch nur wirksam,  wenn er mit Sauerstoff in Kontakt kommt. Deshalb sollte man  Bärlauchblätter vor dem Verarbeiten auch immer klein schneiden oder  hacken.  
             
 Damit aber noch nicht genug: Bärlauch bewirkt auch bei  Verdauungsbeschwerden wahre Wunder. Er wirkt Blähungen entgegen, wirkt  appetitanregend und verdauungsfördernd, senkt den Cholesterienspiegel  und soll sogar die Blutgefäße vor Verkalkung schützen. Man sagt sogar, der Verzehr der Pflanze kurble das Denken an,  weil sich die Blutgefäße im Gehirn weiten. Ob das stimmt, sei einmal  dahin gestellt, dass Bärlauch jedoch ätherische Öle, Spurenelemente und  Vitamin C mitbringt, ist sicher.  
         
 Allround-Talent: Abwechslungsreich Kochen mit Bärlauch  
             
 Unter den vielen Rezepten, die Bärlauch verwenden, gibt es zunächst einmal drei Klassiker: Bärlauchbutter, Bärlauchpesto und Bärlauchsuppe. Die Butter schmeckt hervorragend zu den verschiedensten Grillgerichten sowie auf frischem Brot.  Die Herstellung ist einfach und nimmt nur etwa 15 Minuten in Anspruch,  bevor man die Butter zum Abkühlen in den Kühlschrank stellt. Die Pesto  ähnelt in der Zubereitung dann der klassischen Pesto Verde. Die grünen  Blätter kommen mit abgezogenen Mandeln und Parmesankäse ins Olivenöl.   
             
 Doch es gibt noch viel mehr Möglichkeiten, Bärlauch in der Küche kreativ einzusetzen. Eine davon ist das Rezept für gebackene Tomaten mit Bärlauchfüllung.  Der Bärlauch wird gemeinsam mit einer Kartoffel-Zucchini-Füllung in die  Tomaten gegeben. So entsteht im Ofen eine gesunde, frühsommerlich  leichte Mahlzeit.   
             
 Ebenfalls sehr empfehlenswert: Lachs mit Bärlauchkruste.  Der Lachs kommt auf einem Bett aus Kirschtomaten in die Auflaufform.  Aus Bärlauch, Semmelbröseln und Käse mischt ihr dann die Kruste, die auf  den Fischfilets verteilt wird. Nach 20 Minuten holt ihr so eine kleine  Delikatesse aus dem Ofen. Viele weitere leckere Tipps findet ihr oben in  unserer Rezept-Strecke. Falls ihr zu viel Bärlauch gesammelt haben  solltet, erklären wir euch, wie ihr Bärlauch einfrieren könnt.  
         
 Worauf ihr beim Sammeln von Bärlauch achten müsst  
             
 Vorsicht Verwechslungsgefahr: Bärlauch hat große Ähnlichkeit mit einigen hochgiftigen Pflanzen, darunter Aronstab, Herbstzeitlose und Maiglöckchen.  Insbesondere die Maiglöckchen können zur
Maiglöckchen Achtung giftig
gefährlichen Falle werden. Sie  sprießen zur gleichen Zeit wie der Bärlauch, haben dann aber noch keine  Blüten. Weil Maiglöckchen sehr giftig sind, sollte man hier wirklich  große Vorsicht walten lassen.
             
 Einen deutlichen Hinweis gibt aber schon der Geruchstest. Der Duft von  Bärlauch ist so charakteristisch, dass eine Verwechslung fast  ausgeschlossen ist. Einfach die vermeintlichen Bärlauchblätter zwischen den Händen zerreiben und daran riechen.  Breitet sich ein intensiver Geruch nach Knoblauch aus, ist die Sache  klar. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen will, kauft Bärlauch lieber,  denn schon beim zweiten Geruchstest lässt sich kaum noch unterscheiden,  was nach Knoblauch riecht: die Pflanze oder die eigenen Hände?  Alternativ zieht man Bärlauch im eigenen Garten. Da weiß man genau, was  man am Ende erntet, und verwechselt ihn nicht mit Maiglöckchen,  Herbstzeitlosen und Co. ...  
             
 Eine weitere Gefahr geht vom Fuchsbandwurm aus. Deshalb sollte wilder Bärlauch, den man selbst gesammelt hat, vor dem Verzehr immer sehr gründlich gewaschen werden.  Übrigens: Wenn ihr das ganze Jahr in den Genuss von Bärlauch kommen  wollt, könnt ihr ihn auch sehr gut einfrieren. Dafür muss man nur leider  einen kleinen Aromaverlust in Kauf nehmen. Idealerweise friert man ihn  in Form von Bärlauchbutter ein.
Rezept Nr.3
                    
Bärlauchpesto
                    
würzige Sauce zu Pasta oder als Fleischmarinade
                
                
                    
Bärlauch gut waschen und putzen, mit dem  Wiegemesser ganz fein hacken. Etwa das halbe Bärlauchgewicht an  Pinienkernen im Mörser zerstampfen. Anteilmäßig gleich viel Pecorino  fein reiben.

Alles in eine Schüssel geben und mit Olivenöl überdecken. Zu einem Brei  verrühren, evtl. mit dem Stabmixer nachhelfen. Zwei bis drei Stunden bei  Zimmertemperatur ziehen lassen. Mit schwarzem Pfeffer und Salz  abschmecken.  

In sterilisierte, möglichst kleine Konfitüregläser abfüllen. Kühl und dunkel lagern (bis zu acht Wochen.)

Damit hat man eine leckere und sehr ergiebige Sauce zu Nudeln, die man  bei Zimmertemperatur direkt aus dem Glas, gut umgerührt auf die  Teigwaren gibt, oder als Marinade für Lammfleisch oder Rindsbraten  brauchen kann.

Damit hat man eine leckere und sehr ergiebige Sauce zu Nudeln, die man  bei Zimmertemperatur direkt aus dem Glas, gut umgerührt auf die  Teigwaren gibt, oder als Marinade für Lammfleisch oder Rindsbraten  brauchen kann.


Bärlauch lässt sich nicht gut einfrieren und sollte frisch verbraucht oder sofort verarbeitet werden.
Chris Lehner Aufkocht2
Rezept Nr.1
Samstags Aufkocht
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