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Haidhauser Stub`nmusi

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Haidhauser Stubnmusi 25 Jahr

Haidhauser Stub`nmusi

Geschichte
Haidhauser Stubnmusi, so hat's angefangen


„25 Jahr beinand“, so heißt unsere vierte CD und im Jahr 2005 waren es bereits 30 Jahre, dass wir musikalisch tätig sind.
Gegründet wurde die Haidhauser Stub’nmusi 1975 im Salesianum in Haidhausen.
Aus den Anfängen sind heute noch Edith, Christine und Sepp dabei. Seit 1997 spielt Renate mit, 1998 kam Robert und seit 2001 Gerd.
Einmal in der Woche wird geprobt und anschließend sitzen wir noch bei einer gemeinsamen Brotzeit gemütlich zusammen.
Wir spielen echte bayerische Volksmusik sowie festliche Menuetts der klassischen Literatur: Unser umfangreiches Repertoire lässt jeden Auftritt, zu einem abwechslungsreichen und gelungenen Erlebnis werden.

Hoagart'n
Früher hat man sich abends nach getaner Arbeit mit Nachbarn und Freunden vor einem Bauernhaus, also eben im Heimgarten, zu Ratsch und Tratsch, zu Musik und Tanz, getroffen, man ist "heimgartln" gegangen.
In der kälteren Jahreszeit, insbesondere zwischen Kathrein (25.11.) und Aschermittwoch, fanden diese ungezwungenen Zusammentreffen in der "Gunklstubn" statt. Die Bezeichnung "Gunkl, Gunggel, Kunkel usw." stammt möglicherweise aus dem romanischen, denn der Spinnrocken heißt französisch "quenoille" und italienisch "conoccia". In der "Gunklstubn" haben die Frauen gesponnen, gestrickt, gehäkelt oder genäht, die Männer - wie beim "heimgarteln" - geratscht, Karten gespielt oder Musik gemacht.
Neben den Wirtshäusern waren die "Heimgarten" die dörflichen Mittelpunkte aller öffentlichen und privaten Vergnügungen. Hier wurden nicht nur die wichtigsten dörflichen Ereignisse besprochen, sondern vor allem die Geschlechter durch Scherz und Tanz brauchnormiert und damit sozial kontrolliert im Umgang miteinander eingeübt und nicht selten auch Ehen angebahnt. Kein Wunder also, dass hierbei manches geschah, was den Unwillen der Obrigkeit hervorrief. Schon 1553 gebot die Landesordnung vergeblich, "die Gunckel und Rockenraisen nit mehr zu gestatten". 1635 wetterte ein Mandat Kurfürst Maximilians I. gegen Unsittlichkeit beim "Heimgartengehen, Gunkeln und Fensterln". Dennoch hat sich der Brauch über die Jahrhunderte hinweg erhalten. Die Musikgruppen sind nicht ausgewählt oder bestellt, es gibt kein Programm und kein Honorar, aber dafür geht im Lauf des Abends - wie es halt früher im Wirtshaus der Brauch war - ein Sammelteller für die Musikanten um. Und nicht selten wird auch heute noch bei diesen "Hoagart'n" gestrickt oder gehäkelt. "Hoagart'n" heisst es übrigens nur zwischen Isar und Lech. "Hoagascht" im Leitzachtal. "Hoangart'n" zwischen Inn und Salzach, "Raingart'n" an der Unteren Donau und im Bayersichen Wald und "Hoimgarta", "Huigarte", "Huigert" sind verschiedene schwäbische Mundartformen des gleichen Begriffs.


(Quelle: "Heut geh'n ma hoagart'ln". Zum 100. Boarischen Hoagart'n des Kulturreferats. Volksmusik in München, H. 14, München 1990)

Hackbrett
Das Hackbrett ist ein sehr altes Instrument, die älteste Abbildung fand man in Persien. In der Schweiz kennt man es seit dem 16. Jahrhundert. Man sagt Zigeuner hätten dieses Instrument mitgebracht. Die Hackbrettform ist weltweit ungefähr die Gleiche, nämlich ein Trapez. Das ist auch das Prinzip vom Hackbrett, lange Saite = tiefer Ton, kurze Saite = hoher Ton. Dadurch ergibt sich die Trapezform. Man unterscheidet das diatonische Hackbrett, in Bayern auch Zimbal genannt, und das melodieführende chromatische Salzburger Hackbrett. Im 18. Jahrhundert zählte Hans Kurz in Berchtesgaden zu den bekannten Hackbrettmachern. Jedoch kein Instrument dieses Meisters ist erhalten. Tobi Reiser hat das Hackbrett wieder zu einem Bestandteil unserer Volksmusik gemacht und neue Zusammen-stellungen von Instrumenten erprobt und mit diesen neuen Klängen die Musik vergangener Zeiten mit dem Musizieren von heute verbunden.

(Quelle: Hans Riedl und Max Reitner)

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